Fühlen Ihr Euch auch manchmal matschig? Wie Früchte, die kurz davor stehen, vom Baum zu fallen?
Dann geht es Euch so wie mir.
Man kann es auch urlaubsreif nennen, oder ein akutes burn-out.
Nachdem ich jetzt seit 6 Monaten ununterbrochen jeden Tag ins Büro gekommen bin und Kunden geholfen, Probleme gelöst, Schulungen durchgeführt, in Meetings gesessen und mich mit Kollegen gerangelt habe ist es an der Zeit mal wieder etwas Abstand davon zu bekommen.
Mehr als drei Wochen werde ich mich fern halten von der sehr abwechslungsreichen Arbeit, die mir auch viel Spaß macht, aber um diesen Spaß zu erhalten ist es auch notwendig gelegentlich wieder Abstand zu bekommen, etwas anderes zu sehen und zu tun.
Folgendes werde ich vorwiegend während meines Urlaubs tun:

  • das neue Haus auf Vordermann bringen
  • Umzug fertig planen
  • Umzug durchführen
  • mit meiner Frau und Freunden die Zeit verbringen
  • in die Sauna gehen
  • lange schlafen
  • gute Bücher lesen
  • im Weblog schreiben 🙂

Es ist mir wichtig, daß aus dem leichten, akuten Ausgebrannt sein, nichts chronisches wird. Dann ist es selbst zu spät für Leute wie Stephanie Dann, die speziell als Beraterin in der Burnout-Prävention arbeitet.

Jetzt morgen noch Zahnarzt, Weihnachtsfeier und noch eine Woche und dann erstmal URLAUB!!! 😀

Schicksal oder Zufall?

Zwei Freunde von mir streiten gerne den philosophischen Streit über Schicksal oder Zufall. Die gleiche Frage hab‘ ich mir heute auch gestellt.
Noch vor 3 Tagen hab‘ ich noch einer Freundin erzählt, daß ich noch nie eine Reifenpanne hatte, was tatsächlich in meiner 14jährigen Autofahrer-Karriere stimmt.
Heute wollte ich nach der Arbeit zu meinen Zahnarzt fahren um den offenen Zahn wieder schließen zu lassen und bin kurz nach Fahrtantritt bei einer Verkehrsinsel auf den Bordstein gedonnert; linker Vorderreifen sofort platt.
Kurz überlegt, was ich jetzt mach, dann folgendes Vorgehen:

  • kurz noch weiterrollen in eine Seitenstraße unter eine Straßenlaterne
  • Frau anrufen, damit sie Zahnarzttermin absagt (hatte Telefonnummer nicht dabei)
  • Im Handschuhfach nach Bedienungsanleitung gekramt und bei Reifenpanne nachgeschaut
  • Reserverad ausgebaut und bemerkt, daß nicht viel Luft drin ist, die aber soweit drinbleibt
  • Wagenheber rausgeholt und festgestellt, daß der original Radschlüssel durch ein Radkreuz ersetzt wurde, was dazu führt, daß ich am Wagenheber nix zum Kurbeln hab
  • Wagenheber angesetzt und mit Regenschirmspitze etwas gekurbelt
  • Regenschirmspitze abgebrochen
  • Kollegen angerufen, damit er mir großen Schraubenzieher beim Nachhauseweg vorbeibringt
  • Auf Kollegen gewartet
  • Schraubenzieher von nettem Kollegen erhalten
  • Reifen gewechselt
  • mit 50 km/h zur nächsten Tankstelle gehoppelt
  • Reifen aufgepumpt
  • heimgefahren

Es hatte ja gottseidank nur -5°C. Aber war das jetzt Schicksal oder Zufall?

Der Herr Riester oder nicht?

Ich hatte gerade Besuch von einem netten äteren Herrn eines großen deutschen Finanzdienstleisters, der mich erstens kennenlernen wollte und mir zweitens einen Riestervertrag andrehen möchte.
Grundsätzlich habe ich ja nix dagegen, wenn einem jemand etwas verkaufen möchte aber bitte sprecht in einer Sprache, die jeder versteht und vermeidet wo es nur geht Fachchinesisch. Da ich dann wirklich nicht bei jedem Satz nach der Bedeutung der Fachbegriffe fragen wollte hat sich das ganze dann wohl etwas erledigt, aber einiges hatte ich ja dann doch verstanden:
Vorteile von Riester:

  • staatliche Förderung für Arbeitnehmer
    • Prämie vom Staat pro Familienmitglied
    • steuerliche Förderung, erhältlich über den Lohnsteuerjahresausgleich
  • Beitragsfreistellung jederzeit möglich
  • ALGII sicher, d.h. im HarzIV-Fall bleibt das eingezahlte Vermögen unangetastet

Nachteile:

  • die nächste feste Ausgabe im Monat
  • sollte ich mal selbstständig arbeiten, fällt die Förderung weg
  • will ich im Alter auswandern muß ich die Förderung zurückzahlen (oder einen Wohnsitz hier behalten)

Wenn ich den Spaß dann heuer noch abschließe kann ich noch den Vorteil meines Geschlechts ausspielen und eine höhere Rente im Alter kassieren. Danke liebe GesetzgeberInnen!
Wenn ihr schon gleiche Behandlung für die Geschlechter fordert, dann sorgt bitte auch dafür, daß die Vorraussetzungen gleich sind. Noch sterben die Männer durchschnittlich 6 Jahre früher und haben somit einen deutlichen Nachteil bei der Rente, was einem bisher bei der privaten Vorsorge als Mann noch ausgeglichen wurde. Ab 2006 und den eingeführten Unisex-Tarifen geht das dann nicht mehr.

Wieso hab‘ ich immer das Gefühl, daß man mit jeder Versicherung die man abschließt mehr Verantwortung für sein Leben abgibt?

Zahnschmerzen, die zweite…

Mein neuer Zahnarzt ist echt eine Wucht. Die Nummer 2 seiner Liste gestern hat gottseidank funktioniert. Wie man auf dem Bild so schön erkennen kann kommt aus dem linken Wurzelkanal der Eiter nur so raus *igitt*.
Allerdings bin ich jetzt auch nach Abklingen der Betäubung schmerzfrei! Wenn das so bleibt freu ich mich schon auf das Essen gehen heute abend.

Ich werd‘ hier allerdings keine Werbung für den Zahnarzt machen, sonst muß ich nur länger auf Termine warten. 🙂

Zahnschmerzen

Zahnschmerzen können einem viel Lebensqualität nehmen. Bei mir sind sie zur Zeit mal stärker und mal schwächer, das ganze bereits seit 2 Tagen. Nachdem die Homöopathie diesmal nicht viel gebracht hatte hat mir der Zahnarzt heute ein paar schöne Dinge erzählt:

Eine Zahnwurzel ist entzündet und der Zahn allerdings schon Wurzelbehandelt, was auf eine schlechte Ausführung dieser hindeutet. Wir haben folgende Möglichkeiten:

  • Antibiotika und hoffen, daß es vorbei geht
  • Den Zahn, der ein Inlay, Zementfüllung und Wurzelkanalauffüllung hat ausstemmen und versuchen, den noch verbliebenen Nerv nochmal zu behandeln
  • den Zahn ziehen

Juhu, morgen versuchen wir mal den zweiten Punkt… AU!!!

Umzug, die erste

Virtuelle Umzüge sind mit vielen Vorbereitungen verbunden und es gilt das gleiche wie bei realen Umzügen.
Ist zum Umzugstermin bereits alles notwendige getan? Möchte man noch auf einer Baustelle schreiben? Welche Funktionen muß das neue Heim bieten?

Die gleiche Frage stelle ich mich momentan auch im Realen. Heute war der erste Vorbereitungstag im „neuen“ Haus. Wir haben das ganze mit einer kräftigen Einräucherung begonnen und mit Schlitze schlagen und Decken durchbohren für Netzwerk und Telefonanschlüsse weitergeführt. Morgen geht’s ans Verputzen und ich werd‘ die Maurerkelle schwingen.
Der Nachteil zum virtuellen Umzug ist, daß hier der Umzugstermin fix feststeht, weil man hat ja die Wohnung gekündigt. Am 27.12.2005 kommen hoffentlich ein Schwung Freunde und ein großer Laster und bringen eine riesige Menge an Möbel und Hausrat, nichtzuvergessen das 1,60 lange Aquarium aus unserer Wohnung in das Haus.
Ich freu mich schon drauf oder wie Benjamin Franklin einst sagte:

Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt. (Three removes are as bad as a fire.)